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Schottland aktuell

16. April 05:

Die Reise beginnt. Meine Mutter und ich sind eine Stunde zu frueh am HB Zuerich. Als der Zug dann ankommt finden wir den Wagen und das Abteil problemlos. Vor mir ist eine Reisegruppe von ca. 15 Personen, die den Schlafwagenschaffner belagern. Das gibt mir die Zeit mich richtig von Maman zu verabschieden. Ich habe ein Zweierabteil mit Lavabo. Die zweite Person, die das Bett oben an mir gebucht hatte, sollte spaeter nicht kommen. Beim Ausfuellen der Zolldeklaration wird mir erst bewusst, wie viel Geld ich auf mir trage. Ein Gegenwert von ca. CHF 1300.--! Aufgeteilt in ? 369.03, ? 140.-- und CHF 75.--! Es ist schwer durchzuschlafen weil mein Abteiltuer bei jeder Bewegung des Wagens vor sich hinklappert als haette sie Angst aus der Angel zu springen....


17. April 05:

In Paris angekommen leiste ich mir einen Portier bis zum Ende des Bahnhofs, so komme ich immerhin zu einer guten Wegbeschreibung zum Gare du Nord. Jetzt beann das warten. Nach einem mittelmaessigen Fruehstueck (fragt mich bloss nicht, was alle Welt am franzoesischen Kaffee findet) warte ich in der Halle bis mein Zug angezeigt wird. Es ist doch wie am Flughafen Charles de Gaulle: Obwohl dein Zug schon lange dasteht, kannst du nicht hin - Komentar ueberfluessig, besonders bei nur 8 Grad aussentemperatur und zwei weiteren Stunden Wartezeit. Ich fahre durch bis Hazebrouck (sprich Assbruk) und steige dann in eine sehr klapprige Regionalbahn um. Eines muss man den Franzosen lassen: Im fahrplanmaessigen Verpassen von Anschluessen sind sie einmalig. Ankunft in Calais puenktlich um xx.44. Abfahrt des Buses puenktlich xx.45. Benoetigt umsteigezeit: min 10 Minuten. Da huepft das Herz gleich im Quadrat ! Immerhin faehrt einem dafuer der Bus (ein halbe Stunde spaeter) direkt bis vor den Faehrterminal. Nochmals eine halbe Stunde warten (Anschluss!) und man ist auf der Faehre. Die ist ganz sicher nicht fuer Fusspassagiere gedacht. Wenn mann 25 kg Gepaeck hat, findet man den Ingenieur gaaaaaanz nett der drei Stockwerke zwischen dich und dem Sonnendeck geplant hat.... Aber die Aussicht entschaedigt dann fuer viel und die Klippen von Dover sind wirklich einmalig. Zusammen mit einem anderen Fusspassagier wage ich das Abenteuer mit einem Bus zum Bahnhof und weiter nach London zu kommen. Es klappt, nur muessen wir feststellen das sie auf dieser Seite des Kanals nicht besser sind mit den Anschluessen.....
In London nehme ich die U-Bahn. Ein Gewirr von Tunneln bringt dich zu deiner Plattform. Manchmal hat man das Gefuehl, das der der die Tunnels gegraben hat ein paar Gin Tonic zu viel hatte..... In London Euston angekommen muss ich feststellen, dass ich
a) mein Ticket nicht aus der Maschine krieg ohne Mamans Kreditkarte
b) Der Schalter mir nicht helfen kann, selbst wenn sie da waehre, weil ich nicht die richtige Unterschrift haette
c) dass man mir zwar ein Ticket gebucht hat, aber keine Reservation
d) das es zu spaet ist, noch eine Reservation zu machen.
Das Resultat: Ich muss bis um 10.00pm warten und den Schlafwagenschaffner fragen, ob ich mitfahren kann... Panik macht sich breit. Maman am Telefon gefragt.....
Der Schlafwagenschaffner findet doch noch ein Platz fuer mich. Doppelkabine ?33.--. Doch meine Mitfahrerin entscheidet sich, eine Einzelkabine zu nehmen, und so komme ich zu einer Einzelkabine ohne was daraufzuzahlen.....


18. April 05:

Gibt es was schoeneres als inmitten von Schafherden und schottischen Borders aufzuwachen - Nein! Ich bringe zuerst mein Gepaeck ins Hotel und mache dann zuerst etwas das mir Freude macht - Ich mache meine Mitgliedschaft im Friends of Historic Scotland und sichere mir so freien Eintritt in die meisten oeffentlichen Schloesser in Schottland. Dann fahre ich zurueck nach Edinburgh und diskutiere die Schlafwagengeschichte mit Scotrail aus. Im End buchten wir einfach das Ticket das mit der Kreditkarte gebucht war zurueck, und buchten eine Rueckfahrt fuer den 1. Mai. Nach der Rueckfahrt nach Linlithgow bleibt mir genug Zeit, den Palace genauer unter die Lupe zu nehmen. Und ich muss sagen, wenn man alleine im Palast bei leichte Nieselregen, schlechtem Licht unterwegs ist, kann es einem in den unteren Kellern manchmal schon ganz schoen mulmig werden.

Momentan nichts neues in Schottland.....